Markus Lüpertz „Von Göttern und Gestirnen“ Skulpturen, Aquarelle und Grafiken

Markus Lüpertz eröffnet am 27. September in der Galerie an der Zitadelle die Ausstellung „Von Göttern und Gestirnen“

18.30 Uhr Gespräch mit Prof. Markus Lüpertz und Heinrich Heil in der Schloßkapelle der Zitadelle, Jülich.

ca. 19.30 Uhr Ausstellungseröffnug in der Galerie an der Zitadelle, Düsseldorfer Str. 12.

Einer der bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstler, Bildhauer, Maler und Grafiker hat sich in der Herzog-Stadt angekündigt: Prof. Markus Lüpertz eröffnet eine Ausstellung seiner Werke in der Jülicher Galerie an der Zitadelle. Vorher führt Heinrich Heil, Kulturreferent der Stadt Düsseldorf, wo Lüpertz lange Jahre Direktor der staatlichen Kunstakademie war, in der Schlosskapelle der Zitadelle ein Gespräch mit dem Künstler. Auch der Bürgermeister der Stadt Jülich, Axel Fuchs, empfängt den besonderen Gast mit einem Grußwort. Den musikalischen Rahmen gestaltet Mezzosopranistin Maarja Purga. Die Ausstellung in der Galerie an der Zitadelle zeigt Skulpturen, Aquarelle und Grafiken von Markus Lüpertz. 

„Wir haben immer gehofft, dass Markus Lüpertz, dessen Werke in den wichtigsten Museen der Welt präsentiert werden, uns einmal besucht“, sagen die Galeristen Marita, Georg und Pieter Loven. „Dies ist ein lang gehegter Traum und er wird zu unserem 25-jährigen Geschäftsjubiläum endlich Wirklichkeit.“ Die Galerie an der Zitadelle vertritt Markus Lüpertz schon seit einigen Jahren. Nun eröffnet der Künstler persönlich eine besondere Ausstellung: „Von Göttern und Gestirnen“ wird sie heißen, denn Lüpertz hat sich lange intensiv sowohl mit der griechischen Antike, insbesondere mit Arkadien, als auch den Sternzeichen beschäftigt.

Die alt-griechischen Arkadien, ein utopischer Ort der Vollkommenheit, Freiheit und Unsterblichkeit ist eine sagenumwobene Landschaft, die Lüpertz für seine Grafikreihe gewählt hat. Den antiken Vorbildern nach empfunden, werden in mehreren „Gesängen“ arkadische Motive behandelt. Hier soll das Bild einer idealen Welt entworfen werden, deren Bewohner aber nicht so frei sind, wie sie es sich wünschen, auch weil die „Avantgarde aus Angst das Tor zur Unterwelt vernagelte“, wie Lüpertz es selbst beschreibt und auch darstellt. Einzig die Malerei, so Lüpertz‘ Fazit, gibt Hoffnung, nur sie könne das Erblinden der Gefühle aufhalten. Dabei bricht Lüpertz bewusst mit traditionellen Bildkonzepten. Zwar tragen viele seiner Werke bekannte Namen aus der antiken Mythologie, doch künstlerisch setzt Lüpertz der hervorgerufenen Erwartungshaltung etwas entgegen: Er verändert mittels Bemalung und verformten Körperteilen die antike Ästhetik. Lüpertz will uns so wiederholt mit der Frage konfrontieren was Schönheit und Ästhetik heute bedeuten.

In der Serie der Gestirne widmet sich Markus Lüpertz den zwölf Sternzeichen und bezieht sich damit ganz bewusst auf die Weissagungen, die man seit jeher in den Geburtskonstellationen der Sterne im Lauf des Jahres sucht. Der Betrachter erkennt darin auch sein eigenes Sternzeichen. Lüpertz hat zu diesem Thema Skulpturen und Holzschnitte geschaffen.

Heinrich Heil sagt über das Werk des „Maler-Fürsten“, es sei vigorous. „Leider hat sich der Gebrauch des Wortes in unserer Sprache beinahe verloren. Wenn Engländer es benutzen, meinen sie vital, kraftstrotzend, robust, leidenschaftlich und schwungvoll, bezeichnen damit ein kraftvolles Sich-Behaupten und ein ungestümes Durchsetzungsvermögen. Und Markus Lüpertz ist ein Streiter der Kunst, dessen vigoroses Schaffen niemanden in Ruhe lässt.“

Ablauf am Freitag, 27. September 2019:

18.30 Uhr: Veranstaltung in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich

19.30 Uhr: Eröffnung der Ausstellung in der Galerie an der Zitadelle, Düsseldorfer Str. 12

Ausstellungsende: 31. Oktober 2019

 

Weitere Informationen:

Wikipedia: Markus Lüpertz

Künstler: Markus Lüpertz

Zeitungsartikel: Jülicher Nachrichten vom 30.09.2019